Pfisterturm der letzte Wehrturm der Stadt

Über den Pfisterturm (Pfisterbastion/Pfisterburg)  

 

Der Pfisterturm wurde wohl zusammen mit dem Stadtmauerbau ca. um 1500 (1462 wurde ein Acker vor dem Pfister erwähnt) erbaut. Der ursprüngliche Bau war als Kanonenbastion ausgeführt. Der Turm war offensichtlich so stabil und stark gebaut war, das er mit Kanonen bestückt werden konnte (nach Osten und nach Norden zeigende Kanonenscharten)

 

Die Pfisterburg ist das funktionelle Gegenstück zur Nord-West-Bastion und zu der vermutlich nördlich des Konvikts (sichtbare Ausbuchtung der Stadtmauer nördlich des Konviks) gelegenen Bastion.

 

Nach der Zeit der der Stadtverteidigung bis 1873 wurde der Turm wirtschaftlich genutzt. Der Gewölbekeller diente im 18. Jahrhundert zeitweilig als Arrestlokal.  

 

Beeindruckend ist auch die Aussicht von den Turmfenstern aus, insbesondere in den Abendstunden, wenn die Kirchen beleuchtet sind. Dieser obere Teil mit den Aussichtsfenstern wurde als Verschönerungsmaßnahme im späten 19. Jahrhundert umgesetzt.  

 

Die beiden Wohnhäuser die den Pfisterturm flankieren  wurden erst im 19. Jahrhundert gebaut.  

 

Wirtschaftsbetrieb

Am 14.11.1862 wurde auf der Pfisterburg eine Wirtschaft eröffnet, der 1873 bereits wieder aufgegeben wurde. Der Pfisterturm wurde mehrmals privat verkauft, bis er in den Besitz der Stadt Ehingen gekommen ist. Er ist heute der “letzte Fels” in der Brandung aus der ehemaligen Stadtbefestigung und kann über Gästeführungen oder über Führungen der Museumsgesellschaft Ehingen e. V. und dem Stadtarchiv (Museum Ehingen) besichtigt werden.

 

Text: Reinhold Ege und Jürgen Braun

Weitere interessante Informationen zur Stadtbefestigung:     

Stadtmauern und Tore

Lage der Bastionen Stadtplan von 1780

grün: Graben ca. 20 Meter breit, rot = Pfisterturm  blauer Pfeil: deutet das Pfistertor an

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Spatzenweg 7
89584 Ehingen (Donau)
Deutschland